Gesetzlich oder privat – eine wichtige Entscheidung bei der Existenzgründung

Krankenversicherung Wer eine selbständige Tätigkeit aufnimmt, sollte sich sachlich mit dem Thema Krankenversicherung auseinandersetzen. Das geschieht häufig nicht, statt dessen wird eine private Krankenversicherung als Prestigeobjekt betrachtet, als unsozial angesehen oder nur auf die niedrigen Anfangsbeiträge geschaut. Dabei gibt es eine Reihe von sachlichen Argumenten für die beiden Formen der Krankenversicherung.

Der selbständige in der gesetzlichen Krankenversicherung

Die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung richten sich nach dem Einkommen. Das hat den Vorteil, dass bei niedrigem Einkommen im Alter auch vergleichsweise niedrige Beiträge fällig werden. Für selbständig Beschäftigte hat das aber den Nachteil, dass die Beiträge keine feste Größe sind und sich schlechter kalkulieren lassen, als die Beiträge zu einer privaten Krankenversicherung.
Darüber hinaus erfolgt die Berechnung des Einkommens selbständig Beschäftigter auf Grundlage eines recht komplexen Regelwerks, für das bis 2008 auch noch die einzelnen Versicherungsträger verantwortlich waren. Seitdem gibt es zumindest eine einheitliche Regelung. Trotzdem ist die Berechnung des Beitrags zu einer freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung ein Aufwand, der bei einer privaten Versicherung entfällt.
Dazu kommt noch, dass bei der Berechnung Mindestsätze zugrunde gelegt werden, so dass bei schlecht laufenden Geschäften die Krankenversicherungsbeiträge einer GKV eine besonders große Belastung darstellen können.

Die Beiträge in der privaten Krankenversicherung

In der PKV sind die Beiträge vom Eintrittsalter und den tatsächlichen Ausgaben des Versicherers für jedes einzelne Produkt abhängig. Daraus ergeben sich vergleichsweise gut kalkulierbare Beiträge, die allerdings im Alter tendenziell steigen.
Wenn Sie sich privat versichern, sollten Sie daher diese steigenden Beiträge im Alter bei der Planung Ihrer Alterssicherung berücksichtigen. Andernfalls laufen Sie Gefahr, dass Sie gerade dann, wenn Sie die besseren Leistungen einer PKV benötigen, in eine Versicherungsform wechseln müssen, in der Sie nur die Leistungen der gesetzlichen Kasse bekommen. Entweder, indem Sie eine der Ausnahmeregelungen nutzen, die eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung erlaubt, oder durch den Wechsel in die Basisversicherung des privaten Versicherungsträgers.
Für die Basisversicherung werden allerdings die Höchstsätze der gesetzlichen Krankenversicherung zugrunde gelegt, so dass Sie hier nicht unbedingt mit einer Einsparung rechnen können.

Insbesondere als junger Selbständiger sollte man sich die Argumente für und gegen eine private Krankenversicherung genau ansehen. Das ist leider nicht so einfach. Freie Stellen findet man z.B.  im Internet leichter, als einen sachlichen Vergleich zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung.

 

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Ist eine private Krankenversicherung sinnvoll?

Die PKV hat viele Vorteile im Bereich der Leistungen und einige Berufsgruppen haben aus einem Wechsel fast nur VorteileDie Gesundheit eines jeden Menschen ist das höchste Gut und sollte demzufolge bestens abgesichert werden. Gesundheit ist kostbar und nicht selbstverständlich. Dies wird einem erst bewusst, wenn man krank ist. Gesetzliche Krankenkassen bieten eine Grundversorgung die im Normalfall zwar ausreichend ist, jedoch werden Zusatzkosten für spezielle Medikamente, Zahnbehandlungen oder alternative Heilmethoden in der Regel nicht übernommen, man muss sie also selber erbringen.

Welche Vorteile bietet eine private Krankenversicherung?

Ein reichhaltiges Angebot an unterschiedlichen Leistungen Ermöglichen eine passende und individuell auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmte Absicherung. So werden beispielsweise sämtliche Kosten, welche die gesetzliche Krankenkasse nicht übernimmt, hier abgedeckt. Hierzu zählen auch Zahnzusatzkosten, Heilpraktiker Behandlungen oder medizinische, zusätzliche Untersuchungen. Bei einem Krankenhausaufenthalt sind zudem eine bessere Qualität der Pflege, sowie Chefarztbehandlung und Einzelzimmer gewährleistet.

Bevorzugt wird man auch beim Arztbesuch behandelt, lästige Wartezeiten fallen in der Regel weg und auch die Terminvergabe bei Fachärzten verläuft zügiger. Die Bevorzugung von Privatpatienten im Vergleich zu Versicherten gesetzlicher Krankenkassen ist sicher nicht ganz fair, jedoch sei zu berücksichtigen dass die Beiträge von Privatversicherungen meist etwas höher liegen und somit diesen Vorzug rechtfertigen. Jedoch bietet die ein oder andere private Krankenversicherung bei impuls24 laut dortigem Vergleich sogar Beitragsrückerstattungen in einer bestimmten Höhe an, sofern in einem festgelegten Zeitraum die Leistungen nicht genutzt werden.

Kann jeder eine private Krankenversicherung abschließen?

Grundsätzlich gilt dies für Personen, die keine Versicherungspflicht in einer gesetzlichen Krankenkasse haben wie Selbständige, Beamte oder Freiberufler. Ebenso können sich Arbeitnehmer, deren Jahreseinkommen über der Entgeltgrenze liegt, für die private Absicherung entscheiden. Doch jeder Arbeitnehmer oder Student der Gesetzlich Versichert ist, kann durch entsprechende Zusatzversicherungen in den Genuss von umfangreicheren Leistungen kommen. Ein Vergleich der verschiedenen Versicherungsmodelle lohnt sich, damit sichergestellt wird, dass der Versicherte die von ihm benötigten Leistungen erhält.
Die Tarife sind generell abhängig von Beruf, Gesundheitszustand, Alter und Geschlecht. Die Differenz zwischen Zuzahlungskosten bei den gesetzlichen Krankenkassen und den Beiträgen Privater Anbieter ist mittlerweile so gering, dass es sinnvoll ist in eine private Krankenversicherung zu wechseln.

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